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Verstanden

Vierundzwanzig

Gibt es einen Weihnachtsmann?

Virgina und Francis Church

Virgina und Francis Church

Im Jahr 1897 begann die damals achtjährige Virginia O‘Hanlon, an der Existenz des Weihnachtsmanns zu zweifeln, weil ihre Freunde nicht mehr daran glaubten. Sie fragte zuerst ihren Vater, aber der wich einer klaren Antwort aus, und so schrieb sie einen Brief an die „New York Sun“, einer damals bedeutenden New Yorker Zeitung.



Der Redakteur Francis Church gab ihr eine wunderbare Antwort. Diese Geschichte wird seitdem immer wieder erzählt, nachgedruckt und vorgelesen. Es gibt sogar eine Fernsehfassung, die 1974 den bedeutendsten amerikanischen Fernsehpreis, den Emmy, erhielt. 1963 gab die inzwischen 74-jährige Virginia O‘Hanlon Douglas ein Radiointerview (englisch).
 

Wir puzzeln

Ich war 14 Jahre alt, und es war Heiligabend. Allerdings war noch Vormittag, und es würde noch viele Stunden bis zur Bescherung dauern. Aber wir hatten Übung darin, uns die Wartezeit zu vertreiben. Seit mehreren Jahren schon fingen wir am 24. Dezember ein großes Puzzle an. Nicht nur meine Schwester und ich, auch unsere Eltern waren (und sind) leidenschaftliche Puzzler, und zu viert schafften wir es meist, das Bild vor Silvester fertig zu bekommen.

Meine Schwester und ich hockten auf dem Fußboden in meinem Zimmer und waren gerade dabei, die letzten Randteile zu legen, als unsere Mama ins Zimmer kam. „Ich hole jetzt die Glaskugeln“, verkündete sie. Das war gut zu wissen. Die Kartons mit dem Weihnachtsschmuck standen in einer hinteren Ecke auf dem Dachboden. Sie wäre eine ganze Weile nicht in der Wohnung und würde uns nicht hören, wenn wir nach ihr rufen sollten. Aber – sie ging gar nicht. Stattdessen hockte sie sich zu uns auf den Boden und begann, mitzupuzzlen. Ein paar gefundene Teile später sagte sie: „Ach, ich wollte doch die Glaskugeln holen!“ Aber sie rührte sich nicht vom Fleck, sondern machte einfach weiter. Nach ein paar Minuten sagte sie: „Also, ich hol‘ jetzt die Glaskugeln“, und suchte weiter nach passenden Puzzleteilen. Das wiederholte sich noch drei- oder viermal. Jedes Mal, wenn Mama „also, ich hol‘ jetzt die Glaskugeln“ sagte, grinste sie ein bisschen mehr. Schließlich gelang es ihr aber doch, sich vom Puzzle zu lösen und endlich auf den Dachboden zu steigen. Der Satz „also, ich hol‘ jetzt die Glaskugeln“ ist seitdem ein Dauerwitz in unserer Familie, der bei passender Gelegenheit immer wieder hervorgeholt wird.
 

Grüße über den Ozean

Jennys Großonkel ist zur See gefahren und war Weihnachten meist auf einem Schiff irgendwo in der weiten Welt. Damit die Seeleute ihren Lieben zuhause wenigstens einen Gruß senden konnten, hatte Radio Norddeich jedes Jahr zu Weihnachten eine Sendung, in der die Grüße von vielen Schiffen, die unterwegs waren, in die Weihnachtsstuben geschickt werden konnten. Auch Jennys Familie versammelte sich an Heilig Abend vor dem Radio.

 

 

Weihnachten in Kapstadt

Antjes Vater war Pastor und als solcher ein paar Jahr ein Südafrika. Dort hat Antje als Kind Weihnachten erlebt: 

Ich weiß, als wir für unser erstes Weihnachtsfest zurück in Kapstadt 1979 eine Tanne besorgen wollte, hat mein Vater eine Bergkiefer besorgt. Die Nadeln dieses robusten Baumes sind ca. 20 cm lang und der Baum stellte sich als unschmückbar heraus. Auch Kerzenhalter konnten nicht so auf den Ästen befestigt werden, dass die Kerzen gerade stehen konnten. Den Baum hatten wir in einen Eimer mit Wasser gestellt. Baum und Wassereimer stürzten auch im Laufe des Abends komplett ins Wohnzimmer.

Die Jahre danach hat mein Bruder und später ich einen kleinen Tannenbaum im Koffer aus Deutschland „geschmuggelt“. Bei uns war der Heiligabend als Kinder immer sehr arbeitsreich, da wir entweder beim Krippenspiel mitgemacht haben, mein Vater mehrere Gottesdienste gehalten hat, wir Stühle aufstellen mussten und anschließend Kaffee und Tee ausgeschenkt haben. Wir sind am 24. Dezember immer noch einmal an den Strand gefahren, bevor es zur Kirche ging. Für uns war Weihnachten im Sommer war für uns völlig normal, aber in den Kapstädter Schaufenstern war überall mit Kunstschnee dekoriert und Winterlandschaften waren aufgebaut.
 

Das Märchen vom Auszug aller Ausländer

Diese Geschichte hat Propst Helmut Wöllenstein bereits 1991 verfasst, als ihm die zunehmende Ausländerfeindlichkeit Sorgen bereitete.

 


 

Tannenbaum-Abholung

Irgendwann beginnt jeder Tannenbaum, seine Nadeln zu verlieren, manche früher, andere später. Aber spätestens, wenn im neuen Jahr die Schule wieder beginnt, wird es Zeit, sich von ihm zu verabschieden. Auf vielen Schulhöfen können die Tannenbäume abgegeben werden, dort holt der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt sie dann ab.

Der Förderverein der Grundschule Alexandersfeld nimmt den Bewohnern in der Umgebung die Mühe ab, den Baum selbst zu entsorgen. Im Gegenzug bittet er um eine Spende. Wir haben die Birgit Duwe, die Leiterin der Grundschule Alexandersfeld, dazu befragt:


Woher kommt die Idee? Diese schöne Idee ist vor vielen Jahren gemeinsam in einer Fördervereinssitzung entstanden. Wann wurden zum ersten Mal Tannenbäume gesammelt? Die Tannenbäume werden seit 2009 im Stadtteil Alexandersfeld auf Initiative des Fördervereins mit sehr vielen Eltern, Kindern und Kolleginnen unserer Schule gesammelt. Die Spenden sind kontinuierlich steigend, begonnen haben wir im Januar 2009 mit einer Einnahme von 1.458 Euro und in diesem Jahr konnte der Förderverein eine Einnahme von 4.674,94 Euro verbuchen. Welche möglichen Wege für die Spende gibt es? In diesem Jahr gibt es verschiedene Möglichkeiten: Direkt in den Briefkasten der GS Alexandersfeld (direkt an der Tür am Haupteingang), per PayPal an TSA-2021@gmx.de oder per Überweisung auf das Konto des Fördervereins DE36 2805 0100 0000 6458 12 – eine persönliche Übergabe ist in diesem Jahr leider nicht möglich! Wofür wird das Geld aufgewendet? Das Geld wird in jedem Jahr ausschließlich für die Schülerinnen und Schüler der GS Alexandersfeld verwendet - in den vergangenen Jahren z.B. für die weitere Gestaltung des Schulhofes- und Schulgartens, für Ausflüge mit der ganzen Schule u.a. in den Park der Gärten oder für ein gemeinsames Zirkusprojekt. Dieses ist auch für das Jahr 2022 erneut angedacht. Was ist in diesem Jahr Corona-bedingt anders als in den Vorjahren? Aufgrund der Corona-Pandemie wird die diesjährige Sammelaktion in abgewandelter Form stattfinden. Da die Hygienebestimmungen keine persönliche Übergabe zulassen, werden ausschließlich die Eltern und Kolleginnen unserer Schule die (bis 10.00 Uhr) am Straßenrand abgelegten Tannenbäume einsammeln. Dieses Mal wird aus Infektionsschutzgründen niemand bei den Anwohnern klingeln und um eine Spende bitten. Die abschließende Verköstigung mit Eintopf und Punsch entfällt leider ebenfalls.